Museum Atelierhaus Rösler-Kröhnke
Waldemar Rösler Oda Hardt-Rösler Walter Kröhhnke WK



Farbe und Form
Klaus-J. Albert Stahlskulpturen
Walter Kröhnke Gemälde und Zeichnungen
 
Walter Kröhnke (1903 - vermisst 1944) lernte nach dem Studium bei Karl Hofer auf Reisen nach Südfrankreich und Paris die französische Avantgarde kennen, fand sehr schnell zu einer ganz persönlichen Bildsprache. Typisch ist eine beinahe kühle, zurückgenommene Farbigkeit. Sensible, differenzierte Grau- und Brauntöne überwiegen, die immer klar und frisch wirken. Er gliedert seine landschaftlichen und figürlichen Kompositionen häufig durch andersfarbige schwingende Linien. Während der Nazizeit konnte er nur im Geheimen malen. Etwa 200 Werke wurden durch Brandbomben vernichtet, nur wenige sind durch Auslagern gerettet, und sind nun in dieser Ausstellung zu sehen. Rechtzeitig wird ein retrospektives Buch mit 168 Seiten im Wienand Verlag erscheinen.

Die oft schwingende Gliederung der Werke Walter Kröhnkes, haben uns dazu angeregt, den Metallgestalter Klaus J. Albert (geboren 1943) als passendes Gegenüber aufzufordern, sich mit seinen Kleinplastiken aus Stahl an der Ausstellung zu beteiligen. Albert entwickelt seine Skulpturen durch Faltungen und konstruiert so auf scheinbar einfache Weise eine Vielzahl von räumlichen Gestaltungsmöglichkeiten. Hin und wieder werden einzelne Flächen einer Stahlplastik farbig bemalt, was sie zusätzlich reizvoll macht. Spiralen, Schwünge und Bögen sind ebenso Ausdrucksmittel für äußerst fantasievolle konkrete, räumliche Gebilde.


Eröffnung am Sonntag, den 23. August um 15 Uhr
Einführung: Dr. Gabriele Himmelmann, Kunsthistorikerin
Musikalische Begleitung:
Musikalische Begleitung: Enrique Marcano González, Kontrabass
Ausstellung vom 23. August 2026 bis Ende April 2027
 

Klaus-J. Albert · Kreis-Dreieck 34, diagonal · 2010 · Stahlskulptur

Walter Kröhnke · Felsen am Meer · 1934 · Öl auf Leinwand · 27 x 35 cm