Museum Atelierhaus Rösler-Kröhnke
Waldemar Rösler Oda Hardt-Rösler Walter Kröhhnke WK


Vorherige Ausstellungen im Atelierhaus





BESCHWINGTES GLEICHGEWICHT
Jan Meyer-Rogge · Walter Kröhnke

Jan Meyer-Rogge ( geb. 1935, lebt in Hamburg). Sein Interesse gilt dem fragilen Gleichgewicht. Er benutzt weder Leim, Schrauben noch sonstige Verbindungsmöglichkeiten. Seine Skulpturen funktionieren allein durch das Eigengewicht der einzelnen Stahlelemente, die sich gegenseitig in der Balance halten.

Das Thema des Malers Walter Kröhnke (1903 - 1944) galt der Landschaft und Figuren, die er in zunehmendem Maße abstrakt in strukturierte Farbflächen auflöste. Mit schwungvollen Linien betonte er diese Flächen und verband sie gleichzeitig miteinander, so dass der Gesamteindruck der Bilder rhythmisch bewegt und harmonisch zugleich ist.

Eröffnung am Sonntag, den 7. Mai um 15 Uhr
Einführung: Thomas Sello, Kunsthistoriker, Hamburg
Musik: Dobrin Stanislawow, Panflöte, Didgeridoo, Ocean Drum

Ausstellung vom 7. Mai bis zum 16. Juli 2017

Finissage am 16. Juli um 18 Uhr
Jan Meyer-Rogge zeigt einen Film über seine Arbeitsweise, Musik, kleiner Imbiss








Jan Meyer-Rogge · „Gleichgewicht, Balance und die Unruhe darin“ XVIII · 2010 - Stahl · Foto: Hayo Heye



Walter Kröhnke · „Parklandschaft“ · 1938 - Öl auf Leinwand






DIE KÜNSTLERFAMILIE RÖSLER
Lithografien, Bilder und Collagen
Waldemar Rösler (1818 – 1916)
Oda Hardt-Rösler (1880 – 1965)
Luise Rösler (1907 – 1993)
Im Anschluss an die große Ausstellung zum 100. Todesjahr von Waldemar Rösler – die jetzt in zwei außerordentliche Gedenkausstellungen in der Liebermann-Villa in Berlin und im Kunsthaus Ahrenshoop fortgesetzt wird – zeigt das Atelierhaus Lithografien von Waldemar Rösler, Bilder und Zeichnungen von Oda Hardt-Rösler und Bilder und Collagen von Louise Rösler aus der unmittelbaren Nachkriegszeit.

Ausstellungsdauer:
bis April 2017
Öffnungszeiten:
Fr., Sa., So. 11 - 18 Uhr und nach tel. Vereinbarung: 038293/15339





Mit der warmen Jahreszeit zog es den Maler Waldemar Rösler (1882–1916) – bedeutendes Mitglied der Berliner Sezession – fort von Berlin an die Ostsee, immer wieder nach Klein-Kuhren. Die ungezähmten Dünen, das Meer, der Himmel, dahinter die weite ostpreußische Landschaft waren für ihn eine unerschöpfliche Anregung zu immer neuen Bildern. Er arbeitete wie besessen, oft an mehreren Bildern gleichzeitig, als ahnte er, dass ihm nur wenig Zeit blieb.

Oda Hardt-Rösler (1880–1965) zeigte schon sehr jung große Begabung, konnte an der Kunstakademie in Königsberg studieren, wo sie Waldemar Rösler kennenlernte. Mit der Heirat hört sie auf künstlerisch zu arbeiten. Erst 20 Jahre später wagt sie zögerlich einen Neu anfang mit Stillleben und Porträts.

Louise Rösler (1907 – 1993), als Tochter des Malerehepaars Waldemar und Oda Rösler in Berlin geboren, 1925 – 1927 Studium bei Karl Hofer in Berlin, 1928 – 1933 Aufenthalte in Paris, kurze Zeit an der Académie Moderne bei Ferdinand Léger, 1933 Heirat mit dem Maler Walter Kröhnke, 1943 Verlust des Ateliers und vieler Bilder durch Bomben. Evakuierung nach Königstein im Taunus, 1959 Rückkehr nach Berlin. Mit welch großer Intensität sie die Freiheit, wieder malen zu können, nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges empfunden haben muss, zeigen die Bilder der Nachkriegszeit in ihrer Explosion von Farbe und Bewegung.




Waldemar Rösler · Am Strand


Oda Hart-Rösler · Selbstportrait · 1896



Louise Rösler · Prozession · 1946/47


Oda Hardt-Rösler · Blick aus dem Fenster · um 1900


Waldemar Rösler · Innenhof im Frühling · 1911



Louise Rösler · Trümmer in der Sonne · 1947



Die Ausstellung WALDEMAR RÖSLER ZUM 100. TODESJAHR und ODA HARDT-RÖSLER im Museum Atelierhaus Rösler-Kröhnke, bis 25. Sept. in Kühlungsborn beheimatet, wird in zwei weiteren Ausstellungen fortgesetzt:

Vom 16. Oktober 2016 bis zum 30. Januar 2017 in der Villa Liebermann in Berlin-Wannsee.

www.liebermann-villa.de

Vom 29. Oktober 2016 bis zum 12. 03. 2017 im Kunstmuseum Ahrenshoop.

Zu dieser Ausstellung wird ein Katalog erstellt.
www.kunstmuseum-ahrenshoop.de




WALDEMAR RÖSLER ZUM 100. TODESJAHR und ODA HARDT-RÖSLER

Ausstellungseröffnung:
Sonntag, den 24. Juli 2016 um 15 Uhr
Einführung:
Dr. Katrin Arrieta, Kunsthistorikerin, Rostock
Musik:
Thomas Bening, Saxophon

Ausstellungsdauer:
24. Juli 2016 bis 25. September 2016
Öffnungszeiten:
Fr., Sa., So. 11 - 18 Uhr und nach tel. Vereinbarung: 038293/15339

Mit der warmen Jahreszeit zog es den Maler Waldemar Rösler (1882–1916) – bedeutendes Mitglied der Berliner Sezession – fort von Berlin an die Ostsee, immer wieder nach Klein-Kuhren. Die ungezähmten Dünen, das Meer, der Himmel, dahinter die weite ostpreußische Landschaft waren für ihn eine unerschöpfliche Anregung zu immer neuen Bildern. Er arbeitete wie besessen, oft an mehreren Bildern gleichzeitig, als ahnte er, dass ihm nur wenig Zeit blieb.
Oda Hardt-Rösler (1880–1965) zeigte schon sehr jung große Begabung, konnte an der Kunstakademie in Königsberg studieren, wo sie Waldemar Rösler kennenlernte. Mit der Heirat hört sie auf künstlerisch zu arbeiten. Erst 20 Jahre später wagt sie zögerlich einen Neu anfang mit Stillleben und Porträts.






Waldemar Rösler · "Landschaft mit Liebespaar" · 1908
Öl auf Leinwand · 69 x 94cm


Oda Hardt-Rösler · "Kleiner Blumenstrauß" · ca. 30er Jahre
Öl auf Leinwand · 43 x 36cm

Die Ausstellung WALDEMAR RÖSLER ZUM 100. TODESJAHR und ODA HARDT-RÖSLER im Museum Atelierhaus Rösler-Kröhnke, bis 25. Sept. in Kühlungsborn beheimatet, wird in zwei weiteren Ausstellungen fortgesetzt:

Vom 16. Oktober 2016 bis zum 30. Januar 2017 in der Villa Liebermann in Berlin-Wannsee.

www.liebermann-villa.de

Vom 29. Oktober 2016 bis zum 12. 03. 2017 im Kunstmuseum Ahrenshoop.

Zu dieser Ausstellung wird ein Katalog erstellt.
www.kunstmuseum-ahrenshoop.de




AM MEER - HEITERE SOMMERIMPRESSIONEN

Ausstellungseröffnung:
Sonntag, den 24. April 2016 um 15 Uhr
Einführung:
Dr. Kornelia Röder, Kunsthistorikerin, Schwerin
Musik:
Rainer Brauer, Piano

Ausstellungsdauer:
24. April 2016 bis 10. Juli 2016
Öffnungszeiten:
Fr., Sa., So. 11 - 18 Uhr und nach tel. Vereinbarung: 038293/15339

Finissage: 10. Juli 2016 um 17 Uhr: Matthias Wegehaupt liest aus seinem Roman "Die Insel"

Louise Rösler 1907 – 1993 · Matthias Wegehaupt 1938 – lebt auf Usedom

Matthias Wegehaupt – geb. 1938 – lebt auf Usedom. Sein Tag beginnt mit einem Strandspaziergang. Tagebuchartig verarbeitet er seine Eindrücke zeichnend oder mit großzügigen Pinselstrichen. Seine Aquarelle, Gouachen und Radierungen wirken wie stenografische Kürzel, Andeutungen und vermitteln so, auch im kleinsten Format, den Eindruck dieser scheinbar unendlichen Weite.

Auch für Louise Rösler (1907 – 1993) waren Aufenthalte am Meer im höchsten Maße anregend.
„Besonders kennzeichnend ist für Louise Röslers Arbeiten die Einheit von grafischen und malerischen Mitteln. Farbe ist Form und Linie. Jeder Fleck, jeder strich, jeder Punkt im Bild ist farbiges und grafisches Ereignis zugleich. Formal beherrschend sind immer wieder Bögen in einem handschriftlichen Duktus.“






Matthias Wegehaupt · "Kitesurfer - aufkommender Sturm" · 2010
Aquarell · 15 x 20cm


Louise Rösler · "Strand in Cuxhaven-Döse" · 1974
Ölpastell · 21 x 27cm




LOUISE RÖSLER - DIE UNRUHIGEN SECHZIGER JAHRE

Ausstellungseröffnung:
Sonntag, den 16. August 2015 um 15 Uhr
Einführung
Dr. Thomas Gädeke, Schloss Gottorf
Musik
Duo JazzCafé: Heidi Jantschik, Saxophon und Sebastian Sarfert, Kontrabass

Ausstellungsdauer:
16. August 2015 bis Ende April 2016
Öffnungszeiten: Fr., Sa., So. 11 - 18 Uhr und nach tel. Vereinbarung: 038293/15339




Louise Rösler · "Figur vor roter Kirche" · 1961
Pastell auf Karton · 24,5 x 32cm



Louise Rösler · "Bluesfestival im Sportpalast" · 1963
Öl auf Hartfaser · 60 x 70cm

Louise Rösler 1907 - 1993

1923 Privatkunstschule Hans Hofmann, München

1925 - 1927 Studium bei Karl Hofer, Berlin

1928 - 1933 Aufenthalte in Paris kurze Zeit an der Académie Moderne bei Fernand Léger

Reisen nach Südfrankreich. Italien u. Spanien

1933 heiratet sie den Maler Walter Kröhnke

eine erste Einzelausstellung bei der Galerie Buchholz wird von der Reichskulturkammer geschlossen

keine Ausstellungsmöglichkeiten mehr

1943 Verlust des Ateliers und vieler Bilder durch Bomben, Farbenverbot

Evakuierung nach Königstein im Taunus

1959 Rückkehr nach Berlin

ab 1946 viele Ausstellungsbeteiligungen und Einzelausstellungen


Werke in Museumsbesitz:

Kupferstichkabinett Berlin Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz
Berlinische Galerie
Stadtmuseum Berlin
Kunstmuseum Düsseldorf
Städelsches Kunstinstitut und Städtische Galerie Frankfurt/Main
Karl-Ernst-Osthaus Museum Hagen
Sprengel-Museum Hannover
Museum Ludwig Köln, Bayerische Staatsgemäldesammlung für die Galerie Moderner Kunst, München










ABSTRAKTIONEN
Décollagen · Zeichnungen · Collagen
Thomas Wageringel · Anka Kröhnke · Wilfried Schröder

Ausstellungseröffnung:
Sonntag, den 10. Mai 2015 um 15 Uhr
Zur Einführung spricht
Frau Dr. Katrin Arrieta
Musikalische Performance: John Carlson

Ausstellungsdauer:
10. Mai 2015 bis 09. August 2015
Öffnungszeiten: Fr., Sa., So. 11 - 18 Uhr und nach tel. Vereinbarung: 038293/15339






Die Décollagen von Thomas Wageringel verstehen sich in der Tradition der Affichisten des Nouveau Réalisme der 50er und 60er Jahre. Von mehrlagigen Plakatflächen wird Material mittels diverser Werkzeuge abgekratzt, abgehoben, entfernt und zwar nur entfernt - ein fast archäologischer Prozess. Die Werbeinformation wird dabei gänzlich getilgt - es entsteht etwas ganz anderes: eine raffinierte Komposition aus Farb-und Buchstabenfetzen.

Einen ähnlichen Ansatz hat Anka Kröhnke: sie arbeitet seit längerem mit Aluminiumgetränkedosen. Durch Zerschneiden und erneutes Zusammenfügen entsteht aus einem banalen Werbeträger eine Komposition, deren Farbigkeit und Struktur auf keine andere Weise herzustellen ist. Außerdem verarbeitet sie die so verführerisch schimmernden CD´s mit Hilfe von Holzleisten zu Reliefs.

Die großformatigen Zeichnungen von Wilfried Schröder werden ausgelöst von realen Ereignissen, wie z. B. der G8 Gipfel 2007, die ihn emotional berühren. Sie sind Ausdruck des Miterlebens. Die Intensität der Empfindung wird durch Acrylfarbe akzentuiert. So entstehen Abstraktionen, die aber nicht um ihrer selbst willen abstrakt sind. Neben den Zeichnungen werden auch einige farbig bearbeitete, plastische Werke aus Holz zu sehen sein.






Thomas Wageringel · "Festival" · 2007
Décollage · 118 x 91cm

Thomas Wageringel

1957 in Leipzig geboren

1979-84 Studium der Gebrauchsgrafik an der Hochschule für industrielle Formgestaltung-Burg Giebichenstein, Halle

Hinwendung zur Technik Collage

1984 nach dem Diplom als angewandter und freier Grafiker in Suhl, seit1990 als angewandter und freier Grafiker in Schwerin tätig

1990 Mitglied im Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern

1992-94 Berufliche Exkurse nach Bremen und Hamburg seitdem intensive künstlerische Auseinandersetzung mit den Techniken Collage, Décollage und Faltungen mittels Plakatpapier

2002 Stipendium für die Casa Baldi in Olevano bei Rom

2003 Ankauf mehrerer Arbeiten des Landes Mecklenburg-Vorpommern






Anka Kröhnke · "Horizonte" · 2014
Collage mit CDs · Ø 100cm
Anka Kröhnke

1940 in Berlin als Tochter der Malerin Louise Rösler und des Malers Walter Kröhnke geboren

1960 Abitur, anschließend Studium an der Meisterschule für das Kunsthandwerk Berlin

1965 Staatliches Abschlussdiplom - Werkstatt in Berlin

1969 Werkstatt in Hamburg – Staatspreis der Kunsthandwerkermesse

1973 Preis der Behörde für Wissenschaft und Kunst, Hamburg

1979 Bayerischer Staatspreis

1981 Preis für das beste Einzelstück der Handwerkskammer Hamburg

1982/83 Lehrauftrag an der Fachhochschule Hamburg

1984 Berufung für eine Professur in Bielefeld, die ich nicht annahm, um frei zu arbeiten

1985 Preis der Freien und Hansestadt Hamburg für das Kunsthandwerk - Erstverleihung

1993 Lotte-Hofmann-Gedächtnis-Preis

2000 Preis des Norddeutschen Kunsthandwerks

2003 Umzug nach Kühlungsborn

2004 Eröffnung des Museums „Atelierhaus Rösler-Kröhnke“





Wilfried Schröder · "Zaun V - G 8-Gipfel 2007"
Acryl, Graphit · 75 x 50cm
Wilfried Schröder

1945 geboren in Warnemünde

1964 - 65 Abitur, Lehre mit Abschluss als Maurer

1965 - 70 Bildhauerstudium bei E. Bachmann, Prof. H. Drake, Prof. K. H. Schamal an der KHB-Weißensee

Seit 1970 freischaffend in Kühlungsborn

1976 - 79 Meisterschüler an der AdK der DDR in Berlin bei Ludwig Engelhardt

1994 Förderpreis des Bildungsinstitutes Steeger & Gross GmbH Warnemünde

1995 Projektförderung durch die Stiftung Kulturfonds Berlin

1996 Aufenthaltsstipendium Schleswig-Holstein-Haus Rostock

1997 Arbeitsstipendium des Landes Mecklenburg-Vorpommern

2001 Kunstankauf des Landes Mecklenburg-Vorpommern (Holzskulptur)

2008 Rostocker Kunstpreis in der Kategorie Freie Grafik

2012 Kunstankauf des Landes Mecklenburg-Vorpommern (Zeichnungen)

Arbeiten in öffentlichem und privatem Besitz



VERBRANNTE BILDER
Walter Kröhnke · Louise Rösler

Ausstellungseröffnung:
Sonntag, den 31. August 2014 um 15 Uhr
Zur Einführung spricht
Dr. Uwe Haupenthal, Kunsthistoriker, Husum

Ausstellungsdauer:
31. August 2014 bis Mitte April 2015
Öffnungszeiten: Fr., Sa., So. 11 - 18 Uhr und nach tel. Vereinbarung: 038293/15339

Zur Ausstellung erscheint ein Buch mit über 200 Seiten, ca. 170 Abbildungen und einem Begleittext von Dr. Uwe Haupenthal.

Am 22./23. November 1943 wurde durch die Brandbomben auf Berlin auch das Atelier des Malerehepaares Walter Kröhnke und Louise Rösler in der Nettelbeckstraße 23 völlig zerstört und damit ca. 300 ihrer frühen Arbeiten. Im Falle von Walter Kröhnke ist der Verlust besonders schwerwiegend, da er den Krieg nicht überlebt hat. Nur wenige Bilder und Zeichnungen sind durch Auslagern gerettet worden.

Im Nachlass fanden sich ca. 150 Dias und einige schwarz-weiß Negative, die Walter Kröhnke aufgenommen hat. Diese, im Laufe eines halben Jahrhunderts stark verblasst und verfärbt, konnten in den letzten Jahren restauriert und farblich in Anlehnung an die Farbigkeit der wenigen geretteten Werke wiederhergestellt werden. In der Ausstellung sind einige der erhaltenen Bilder zu sehen im Wechsel mit Fotos im Originalformat der vernichteten Arbeiten.
 

Walter Kröhnke · "Hügel"
1935 · Öl auf Leinwand · 33 x 46cm
Louise Rösler · "Casanova, Berlin"
1935 · Öl auf Leinwand · 46 x 55cm
DAS BUCH ZUR AUSSTELLUNG: VERBRANNTE BILDER


ISBN 978-3-89458-285-2, Preis: 30€










DIE MALERISCHE GESTE
Walter Libuda · Waldemar Rösler

Ausstellungseröffnung:
Sonntag, den 25. Mai 2014 um 15 Uhr
Zur Einführung spricht
Ulrich Kavka, Kunstwissenschaftler, Berlin

Ausstellungsdauer:
25. Mai 2014 bis 17. August 2014
Öffnungszeiten: Fr., Sa., So. 11 - 18 Uhr und nach tel. Vereinbarung: 038293/15339




Walter Libuda 1950 in Zechau-Leesen geboren, lebt in Schildow bei Berlin
Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig,
Meisterschüler bei Bernhard Heisig
1999 Verleihung des Fred-Thieler-Preises für Malerei d. Berlinischen Galerie
2000 Verleihung des Gerhard-Altenbourg-Preises des Lindenau Museums Altenburg

Werke in Museen: Berlin, Neue Nationalgalerie; Berlinische Galerie · Cambridge / Mass. USA, Busch-Reisinger Museum · Hannover, Sprengel-Museum · Leipzig, Museum der bildenden Künste · London, The British Museum · München, Bayerische Staatsgemäldesammlungen · Oslo, Museum for Samtidskunst · Tokio, The National Museum of Western Art
 

Walter Libuda · "Der Feinschmecker"
2010 · Öl auf Leinwand · 80 x 100cm
Waldemar Rösler · "Stillleben"
1905 · Öl auf Leinwand · 33 x 44,5cm






DIE FÜNFZIGER JAHRE
Louise Rösler · Bilder und Arbeiten auf Papier

Ausstellungseröffnung:
Sonntag, den 25. August 2013 um 15 Uhr
Zur Einführung spricht
Frank Schröder, Historiker, Rostock

Musikalisch begleitet von Alexander Paschen
mit zeitgemäßem Rock`n`Roll - Saxophon

Ausstellungsdauer:
25. August 2013 bis 27. April 2014
Öffnungszeiten: Fr., Sa., So. 11 - 18 Uhr und nach tel. Vereinbarung: 038293/15339












Die fünfziger Jahre stellen im künstlerischen Schaffen Louise Röslers eine besondere Phase dar. Von der vergleichsweise realistischen Auffassung ihrer Großstadtbilder der 30u.40er Jahre, hat sie in dieser Zeit zunehmend eine abstrakte Bildsprache entwickelt, der jedoch immer ein reales Erlebnis als auslösendes Moment zu Grunde lag. Es werden etwa 100 Werke zu sehen sein.

1943 wurde Louise Rösler (1907 - 1993) mit ihrer Tochter aus Berlin nach Königstein im Taunus evakuiert. Vierzehn Tage nach der überstürzten Abreise wurde das Berliner Atelier mit vielen Bildern durch Brandbomben zerstört. 1944 wurde ihr Mann, der Maler Walter Kröhnke in Russland als vermisst gemeldet. Er kam nicht zurück.

Das Ende des Dritten Reiches brachte ein Aufatmen und die Befreiung von vielen Zwängen - Louise Rösler war aus der Reichskulturkammer ausgestoßen worden und hatte Ausstellungs- und Farbenverbot. Jetzt endlich konnte sie malen, ohne die Bilder verstecken zu müssen. Der künstlerische Neuanfang nach den Erschütterungen der Kriegszeit fiel ihr nicht leicht und der Kampf um die Existenz war oft verzweifelt schwer.
Material war kaum zu bekommen, daher sind die Arbeiten aus dieser Zeit meistens kleinformatig, auf gefundenen Pappen, Zigarrenkistendeckeln, Glasstücken. Man war hungrig - auch nach Kunst und Kultur, Ausstellungen wurden unter kümmerlichsten Bedingungen initiiert: Aufbruchstimmung.

Die Kunstkritikerin Doris Schmidt schrieb über Louise Rösler: "Was sich in den Königsteiner Jahren in Louise Röslers Arbeiten herausbildete - eine Abstraktion aus Bewegung, aus dem Gegensatz von sanften und heftigen Kurven oder aus rhythmischen Splitterformen, ist in der Generation der kurz nach 1900 zur Welt gekommenen Maler einmalig geblieben." "Rhythmus und Farben wurden in ihren Bildern zu sichtbarer Musik: Unverwechselbar - Ausdruck künstlerischer Freiheit und eigener Sicherheit." Die Rückkehr nach Berlin 1959 beendete diesen Lebensabschnitt.

Die Ausstellung wird begleitet von Briefen und Dokumenten - zusammengestellt von Frank Schröder, die die Zeit der 50er Jahre und die Lebensumstände von Louise Rösler ein wenig erläutern.







„Finden – Verwandeln“
Bernd Engler · Anka Kröhnke · Stefan Nestler

Eine Ausstellung mit phantasievollen, kinetischen Objekten von Bernd Engler,
großflächigen, konstruktive Kompositionen aus Alltagsfundsachen von Stefan Nestler
und Texturen aus Getränkedosen und Arbeiten mit CDs von Anka Kröhnke.


Eröffnung am Sonntag, den 5. Mai 2013 um 15 Uhr
Einführung: Christoph Tannert, Kunsthistoriker, Berlin
Special Event: Tango-Performance von Doreen und Bernd Engler

Ausstellungsdauer: 5. Mai - 18. August 2013

Bernd Engler · "Janus"
2012 · Pappmodell · ca. 20cm
Anka Kröhnke · "Happy Day"
2013 · Textur mit Getränkedosen · 87 cm²
Stefan Nestler · "Kreuzung"
2012 · Collage auf Leinwand · 100 cm²


REISEBILDER
Waldemar Rösler · Walter Kröhnke · Louise Rösler

Eröffnung am Sonntag, den 26. August 2012 um 15 Uhr
Einführung: Ulrich Kavka, Kunstwissenschaftler, Schwerin
Musik: Matthias Kaye, Gitarre

Ausstellung vom 26. August bis Ende April 2013
Louise Rösler · "Herbstbild"
1986 · Öl auf Leinwand · 70 x 94cm
Waldemar Rösler · "Küste mit Boot"
um 1912 · Öl auf Sackleinen · 75,5 x 97cm
Walter Kröhnke · "Graue Gebirgslandschaft"
1936 · Öl auf Leinwand · 33 x 46cm


Sobald es im Frühling wärmer wurde, zog es den Maler Waldemar Rösler – bedeutendes Mitglied der Berliner Sezession - fort von Berlin an die Ostsee, immer wieder nach Klein-Kuren. Die ungezähmten Dünen, das Meer und der Himmel, dahinter die weite ostpreußische Landschaft waren für ihn eine unerschöpfliche Herausforderung zu immer neuen Bildern. Er arbeitete wie besessen, mitunter an mehreren Bilder gleichzeitig – Morgen-und Abendstimmung – als ahnte er, dass ihm nur wenig Zeit blieb.

Ganz anders seine Tochter Louise Rösler. Sie zog es in die Großstadt. Mit 17 verkaufte sie ihre sehr lange und üppige Haarpracht, um mit dem Erlös und einem Bubikopf nach Paris zu fahren. Diese Stadt faszinierte sie über alle Maßen, auch nachdem sie auf Reisen mit ihrem späteren Ehemann, dem Maler Walter Kröhnke Italien, Spanien und Südfrankreich kennen gelernt hatte. Später schickte sie ihm kleine Bildbriefe mit der Feldpost zur Erinnerung an diese glücklichsten gemeinsamen Tage. Aus den 60er bis 80er Jahren sind Aquarelle, Ölpastelle und Collagen zu sehen, die aus Anlass mehrerer Aufenthalte in einem Künstleratelier in Cuxhaven entstanden sind.

Für Walter Kröhnke wiederum war die Landschaft ein Hauptthema. Er reiste, um die Gegenden zu finden, die ihn besonders interessierten: bewegte Strukturen, Berge, Waldränder. Spaniens ausgedörrte Landschaft mit Steinen und Felsen muss ihn, der die kühlen Grau- und Ockertöne liebte - nach den Bildern zu schließen - ganz besonders angeregt haben. Später, als er im Krieg in Norwegen stationiert war, zeichnete er die Gletscher, Felsen und Täler mit Tinte auf Briefpapier als Skizzen für Bilder, die dann nicht mehr entstehen konnten.


COLLAGEN
Dieter Goltzsche
„Sanctus“
1992
Collage auf Papier
21,5 x 29,5 cm

Dieter Goltzsche · Louise Rösler

Eröffnung am Sonntag, den 13. Mai 2012 um 15 Uhr
Einführung: Dr. Katrin Arrieta, Kunsthistorikerin, Rostock
Rhythm Tones Duo Kayoko Tasaki u. Michael Rappold Percussion – Jazz – Worldmusic

Ausstellung vom 13. Mai bis Mitte August 2012

Louise Rösler
„Stadtszene Berlin“
1991
Collage und Aquarell
30 x 45 cm



Eine Berliner Künstlerfamilie - Zeichnungen und Graphiken
Eine Ausstellung der Galerie Parterre in Zusammenarbeit mit dem Museum Rösler-Kröhnke

20. April bis 3. Juni 2012 · Mi bis So 14 - 20 Uhr

Galerie Parterre
Danziger Straße 101 · Haus 103
10405 Berlin

Telefon (030) 9 02 95 38 21
www.galerieparterre.de

Lesen Sie hier die komplette Ausstellungsbeschreibung (PDF)





FIGURATION
Joachim Böttcher · Walter Kröhnke
Skulpturen · Bilder · Zeichnungen

Die Ausstellungseröffnung findet am 21. August 2011 um 15:00 Uhr statt.

Die Ausstellung läuft vom 21. August 2011 bis 29. April 2012

Öffnungszeiten: Fr., Sa., So. 11–18 Uhr und nach tel. Vereinbarung, Tel. 03 82 93 / 1 53 39



Walter Kröhnke · Frau am Strand · 1938 · Öl auf Karton · 11 x 22 cm

Joachim Böttcher · Fragment · 2006 · Gips für Bronze · 26 x 70 x 30 cm

Vor allem aus dem Blickfeld der inhaltlichen und stilistischen künstlerischen Gesinnung könnte man sagen, dass eine augenfällige Wesensverwadtschaft dieses temporäre Ausstellungsvorhaben rechtfertigt. Dabei kommt Walter Kröhnke (1903-1944, vermisst) nicht nur naturgegeben die Rolle der so genannten Vätergeneration zu. Von 1922 bis 1926 bei Ferdinand Spiegel und Karl Hofer an der Berliner Hochschule für Bildende Künste studiert, steht er in der unmittelbaren Nachfolge der europäischen Moderne zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zudem ist diese Position durch eine starke Hinwendung zum Pariser Kunstgeschehen etwa um Georges Braque und Juan Gris sowie durch eine starke Neigung zum mediterranen Lebensgefühl geprägt. Die rücksichtslos brutale Einflussnahme in der Nazi-Diktatur konnte diese Haltung des Malers, die ja eine zutiefst humane war, nicht beugen. Neben der totalen öffentlichen Einschränkung vernichteten Kriegseinflüsse das fragmentarische, demnach unvollendete Werk, denn als Soldat kehrte Walter Kröhnke aus dem Krieg nicht mehr zurück! Seine hochtalentierte, charakterstarke Persönlichkeit kann trotzdem auf ein beispielhaftes Schaffen verweisen, das sich in stilistischer Formklarheit offensichtlich aus einer außergewöhnlich eindringlichen Naturbeobachtung gespeist hat. Das Museum Atelierhaus Rösler-Kröhnke pflegt eine öffentlichkeitswirksame und fachbezogene Publikation dieses hochrangigen Nachlasses.
Joachim Böttcher, geboren 1946 in Oberdorla am Rande des Thüringer Becken nahe Mühlhausen, hat mit seinen zeichnerischen, malerischen und plastischen Arbeiten eigentlich eine Entdeckung ermöglicht. Wie so oft, haben solche Begegnungen einen zufälligen Beginn. Kennt man die eine Formschöpfung, dann spürt man deren Resonanz in der anderen, unabhängig zeitlicher Distanzen. Die Redensart von der Weitergabe des Staffelstabes findet so seine sinnfällige Bedeutung, die kein unmittelbares lebensläufiges Wissen benötigt. Das eine Werk ist da und das andere Werk gesellt sich dazu. Was sie einander nahe bringt, sind die nachbarschaftlichen Naturbetrachtungen zweier Künstler, die sich schon des schicksalhaften Zeitgeschehens wegen hätten nie begegnen können. Phänomene sind außergewöhnliche Vorgänge. In der Ausstellung mit Handzeichnungen, Tafelbildern und Skulpturen von Walter Kröhnke und Joachim Böttcher empfindet man nicht zuvorderst den subjektiven Kontrast, sondern die gestaltete Zwiesprache als Brücke zur eigenen Wahrnehmung.
Joachim Böttcher studierte von 1967 bis 1972 Malerei und Graphik an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. An der Berliner Akademie der Künste war er drei Jahre Meisterschüler bei dem Bildhauer Werner Stötzer (1931-2010). Der gelernte Steinmetz intensivierte seitdem seine Neigung zum Plastischen und schuf ein eigenständiges Werk. Eindringlich dort zeigen sich Analogien zu Formauffassungen von Walter Kröhnke, die der Ausstellung überraschende Spannung verleiht. Der Kunsthistoriker Matthias Flügge zitiert in Wahrnehmung des Schaffens von Joachim Böttcher den Schriftsteller Elias Canetti: „Werke sollen so einprägsam sein wie ganze Landschaften. Sie sollen Landschaften kennzeichnen; sie sollen selber, aus eigenem Recht etwas wie Landschaft sein.“ Diese Erkenntnis des Literaturnobelpreisträgers bringt eigentlich beide Künstler in eine wundersame Gemeinschaft, die Modernität und Zeitlosigkeit gleichermaßen signalisiert.

Joachim Böttcher

Joachim Böttcher wurde 1946 in Oberdorla/Thüringen geboren, absolvierte von 1964 – 1967 sein Abitur und die Lehre und Arbeit als Steinmetz. Von 1967 – 1972 studierte er Malerei und Graphik an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Seit 1972 ist er als freischaffender Künstler tätig. Von 1980 – 1983 war Joachim Böttcher Meisterschüler der Akademie der Künste, Berlin bei Werner Stötzer und begann hier mit seiner eigenen bildhauerischen Arbeit. Im Jahr 2000 hatte er einen Lehrauftrag für Bildhauerei an der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee, war 2003 Stipendiat des Kunstvereins Röderhof e.V. im Harz und 2007 des Künstlerhauses Lukas in Ahrenshoop. 2010 erhielt Joachim Blöttcher den Brandenburgischen Kunstpreis der Märkischen Oderzeitung für Bildhauerei. Joachim Böttcher lebt und arbeitet in Stabeshöhe/Uckermark Seit 1973 Ausstellungen in zahlreichen Galerien, Kunstvereinen und Museen Deutschlands und auch im Ausland u.a. in Paris, Chicago, New York, Luxemburg und Bergen (NL)

Werke befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen unter anderem:
Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin, Nationalgalerie, Kupferstichkabinett und Sammlung der Zeichnungen; Kunstsammlung im Deutschen Reichstag; Senat von Berlin; Kunstsammlung der Akademie der Künste, Berlin; Stiftung Stadtmuseum Berlin; Brandenburgische Kunstsammlungen, Cottbus; Victoria Versicherungsgruppe, Düsseldorf; Museum Ludwig, Köln; Kunstsammlung der Deutschen Bank, Luxemburg; Kloster Unser Lieben Frauen, Magdeburg; Kunstsammlung Neubrandenburg; Kunstsammlung der Sparkasse Uckermark; Kunsthalle Rostock; Staatliches Museum Schwerin



SOMMERGÄSTE im Staatlichen Museum Schwerin
In der Ausstellung "Sommergäste" im Staatlichen Museum Schwerin
sind auch Louise Rösler und Walter Kröhnke mit drei Werken vertreten.

Ausstellungsdauer: 21. Juli 2011 bis 23. Oktober 2011

Marianne von Werefkin


Louise Rösler · Haus mit rotem Inlett · 1934

Walter Kröhnke · Garten, Wustrow · 1934

Walter Kröhnke · Gewitterlandschaft, Wustrow · 1934